Black 'n Rouge in der Alt-Berliner-Destille

"Black 'n Rouge", eine junge ambitionierte Kasseler Rockband, die uns schon auf dem Baunataler Stadtfest sehr gut gefallen hatte, gab am Freitag ihr Debut in der Alt-Berliner-Destille. Die Band gewann im Februar diesen Jahres die Vorrunde des Emergenza-Bandcontests in Marburg und wurde dadurch in dieser Region bereits bekannt.

 

Mit einem kurzen Akustik-Set starteten Sängerin Jussy und Gitarrist Sebastian zu zweit den Gig auf der Bühne in "Kassels Traditionskneipe der Live-Musik". Sowohl bei der leiseren Gangart, als auch im weiteren Verlauf des Auftritts konnte Sängerin Jussy ihre bemerkenswerte Stimme präsentieren.  Als ersten Song nach dem Akustik-Set stellten "Black 'n Rouge", dann in kompletter Besetzung, ihren selbstkomponierten Song "Runaway" vor, der sich vor den später gecoverten, bekannten Rockhits keinesfalls verstecken muss. Sebastian "Sir Gibson" an der E-Gitarre gab richtig Gas und ließ es ordentlich krachen. Der sehr zierlich und äußerst jung wirkende Nik bediente kraftvoll und energiegeladen seine Drums, und Bassist Phil Vendetta zupfte mit Hingabe präzise die Saiten an seinem Instrument. Für den richtigen Sound sorgte Uwe Trinder am Mischpult.

 

Sowohl den Fans der Band als auch den Stammgästen der gut gefüllten Kneipe gefiel das Konzert der jungen Musikern gut. Es gab reichlich Applaus und "mitgemacht" wurde auch. Der Grund dafür war nicht zuletzt Sängerin Jussy, die charmant und fröhlich durchs Programm führte und auch während der Songs immer im Kontakt mit dem Publikum blieb. Der "Destille" tat, aus unserer Sicht, ein bisschen frischer Wind im gewohnten Bandaufgebot mal ganz gut. Es ist jedenfalls schön zu sehen, das vielversprechender Nachwuchs in der regionalen Musikszene vorhanden ist.

 

Wir finden allerdings auch, dass insbesondere von Newcomer-Bands/Musikern ruhig mehr Songs aus eigener Feder gespielt werden dürften, damit etwas Bewegung in die Musikszene kommt. Denn neue Ideen tun gut. Die alten gecoverten (Rock-)Klassiker müssen deswegen ja trotzdem nicht zu kurz kommen. Da ist dann aber natürlich auch die Akzeptanz des Publikums für Neues von Nöten.

(hü)

Fotos: Anja Hübl, Hendrik Lange